Juniorprofessur für Mechatronische Systeme am Verbrennungsmotor

  Prof. Jakob Andert Urheberrecht: Michael Rennertz

Zum 01.04.2014 ist an der RWTH Aachen University eine vom Automobilzulieferer KSPG gestiftete Juniorprofessur für „Mechatronische Systeme am Verbrennungsmotor“ eingerichtet worden.

Der Fokus der Professur liegt auf der Erforschung und Entwicklung mechanischer, elektronischer und informationstechnischer Elemente an modernen Verbrennungsmotoren und deren Interaktion mit dem Antriebsstrang. Mit Einrichtung der Professur wollen der Stifter und die RWTH Aachen der zunehmenden Integration elektrischer Komponenten am Verbrennungsmotor Rechnung tragen.Prof. Dr.-Ing. Jakob Andert leitet dieses interdisziplinäre und dynamische Forschungsgebiet, das einen starken Schwerpunkt auf softwareintensiven eingebetteten Systemen legt, die sauberere und effizientere Fahrzeugantriebssysteme ermöglichen. Der Zugang zur Infrastruktur des Center for Mobile Drives ermöglicht die effiziente Nutzung von Synergien und die direkte Interaktion mit Forschern, die an verschiedenen Themen der mobilen Antriebstechnik arbeiten.Forschungsschwerpunkte sind Elektrifizierung und Hybridisierung, Elektromotoren und Umrichter für Traktionsantriebe, zyklusinterne Verbrennungsregelung und Möglichkeiten der vernetzten und autonomen Mobilität für den Antriebsstrang. Hardware-in-the-Loop- und Echtzeit-Co-Simulationen spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Test- und Validierungsmethoden für die Fahrzeuge der Zukunft, einschließlich Antriebssträngen sowie ADAS/AD-Systemen interagierender und kooperierender Fahrzeuge.

"Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs und die Verwendung intelligenter Komponenten ist ein sehr vielversprechender Ansatz zur weiteren Verbesserung der Effizienz und Reduzierung der Emissionen von Verbrennungsmotoren. Allerdings müssen die neuen Freiheitsgrade sorgfältig kalibriert und optimiert werden, um das volle Potenzial mechatronischer Systeme auszuschöpfen. Ganzheitliche Ansätze zur Kombination von Echtzeitsimulation und Komponentenentwicklung in frühen Stadien sind erforderlich, um die steigende Komplexität zu beherrschen".